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Niederrhein-Info 03/2012
1. Nachrichten vom Ausschuss Tarif & Marketing beim VRR
Von Frank Michalzik
Von Seiten des Landes NRW ist der VRR aufgefordert, den Kostendeckungsanteil aus Ticketerlösen in den nächsten Jahren von jetzt ca. 30 % für den SPNV und etwa 50% für kommunale Verkehre um jeweils 2% auf dann 32% bzw. 52% zu steigern.

Dieses lässt in den kommenden Jahren überproportionale Preissteigerungen erwarten, denn neben dem geforderten Deckungsanteil sind auch die stetig steigenden Kosten (z.B. Energie- und Personalkosten) auszugleichen. Für 2013 sind Preiserhöhungen von 3,9% im Mittel entschieden.

Als der o.g. Beschluss seinerzeit gefasst wurde, forderte die Politik, dass im Gegenzug qualitative Verbesserungen für die Kunden ersichtlich sein sollten.
Sowohl in den Ausschusssitzungen, als auch bei regelmäßig stattfindenden direkten Gesprächen mit den Fachleuten beim VRR haben wir daher seither mehrere Anregungen eingebracht, wie die Attraktivität der VRR-Tickets gesteigert werden kann, ohne jedoch signifikante Einbrüche im Einnahmebereich befürchten zu müssen.

So folgte der VRR z.B. unseren Vorschlägen zur Anerkennung und zum Vertrieb der NRW-Fahrrad-Tageskarte (zu derzeit 4,50 €) innerhalb des Verbundes. Für alle diejenigen, welche z.B. das Fahrrad  an einem Tag hin- und zurück mitführen möchten wären ansonsten zwei Zusatztickets(ZT)-2 von je 3,50€ erforderlich.

Zwei Vorschläge seinen hier vorgestellt:
Im letzten Sitzungsblock hat Lothar Ebbers eine Übersicht eingebracht, welche Regeln für die Mitnahme von Fahrrädern und Personen in anderen Verbünden in NRW bestehen.
Auffällig war, dass in den meisten anderen Verbünden/Verkehrsgesellschaften statt der Mitnahme von Personen ersatzweise auch Fahrräder auf dem Ticket zu den entsprechenden Zeiten mitgeführt werden können.

Ich hatte daher in die Sitzung die Anregung eingebracht, eine entsprechende Regelung auch im VRR vorzusehen. Hier hatte der VRR zunächst Bedenken geäußert, da schon jetzt zeitweise das Platzangebot für die Mitnahme von Fahrrädern nicht ausreichend wäre.
Wir können diesem Argument nur sehr bedingt folgen, da ja z.B. in der Woche die Berufsverkehre von der angedachten Lösung nicht betroffen wären. Es ist zudem auch kaum anzunehmen, dass sich z.B. am Wochenende jemand durch das Zusatzticket von einer geplanten Tour abhalten ließe, so dass die Kapazitätsengpässe in jedem Fall bestünden. Um diese zu beheben, sind sicher andere Maßnahmen erforderlich.

Im Gegenzug hätte eine solche Regelung aber gerade auch eine familienfreundliche Komponente. So könnten in den betreffenden Zeiten mit dem Ticket 1000 zwei Erwachsene je ein Fahrrad mitnehmen, während beim Ticket 2000 (da ja ohnehin eine Fahrradmitnahme enthalten ist) zusätzlich noch ein Kind mit Fahrrad mitfahren könnte.
Zwar würde der VRR das ein oder andere Zusatzticket dann nicht mehr verkaufen. Durch die gesteigerte Attraktivität der Zeitkarte darf aber vermutet werden, dass neue Stammkunden gewonnen werden können, was sich positiv auf der Einnahmeseite auswirken würde. 

Gerade im Hinblick auf die kürzlich vom Bundesverkehrsminister geforderte Verbesserung der Fahrradnutzung – auch in Verbindung mit dem SPNV - wäre es sehr zu begrüßen, wenn der VRR sich dieser weit verbreiteten – kundenfreundlichen – Lösung anschließen könnte.

Ein weiterer Vorschlag – welchen wir in der o.g. Gesprächsrunde eingebracht haben - ging in die Richtung, abends und am Wochenende beim Zeitticket der Preisstufe D den jeweils anderen D-Bereich (ggf. zunächst noch ohne die Kragenbereiche des hinzukommenden D-Gebietes) für das Ticket 2000 ohne Zusatztickets zu öffnen.
Auf diesem Wege würde auch bei der Zeitkarte D die Variante 2000 gegenüber der 1000er Lösung attraktiver, da dann auch der Zusatznutzen der Raumerweiterung für den Aufpreis gegenüber dem Ticket 1000 konsequent umgesetzt wäre.

Neben der allgemeinen Steigerung des Wertes des Tickets wäre dies ein wichtiger Schritt hin zu einer echten Integration des Alt-VGN-Raumes in den VRR der den Bewohnern beider D-Gebiete zugute käme.

Auch hier würden sicher weniger Zusatztickets verkauft, dafür dürfte der VRR aber auf sichere zusätzliche Einnahmen hoffen, wenn sich mehr D-Kunden aufgrund dieser Verbesserung für D-2000 statt für D-1000 entschieden.

Für 2014 ist eine umfangreiche Sortiment- und Preisstufenreform angedacht. Es wäre zu wünschen, wenn einige unserer Anregungen bereits zuvor aufgegriffen würden, denn bis dahin sind ja auch Preismaßnahmen vorgesehen. Diese sollten – nach unseren Vorstellungen – parallel von Verbesserungen für die Kunden begleitet werden.

Eilmeldung
Im aktuellen Sitzungsblock wurde die nachfolgend beschriebene Neuregelung eingebracht:
Ab dem bevorstehenden Jahreswechsel wird es wieder nur ein Zusatzticket (ZT) geben. Dieses wird im Einzelverkauf zu 3 € angeboten. Neu ist, dass es das ZT dann auch als Viererticket zu 10,80€ geben wird. Umgerechnet wäre dies ein Preis von 2,70 € je Nutzung. In der 4er-Variante läge es demnach preislich unterhalb des früheren ZT, wenn man die Preisfortschreibung berücksichtigt.
Da im zuständigen Ausschuss hierzu keine Bedenken geäußert wurden gehen wir von einer Zustimmung in den folgenden Gremien aus.

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Veröffentlicht am 28.09.2012 | 1.079 Klicks

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