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Pressemitteilungs-Archiv 2001
Pressemitteilung vom 16.11.2001
Verschenkt die Stadt Essen mehrere Millionen auf der Steeler Straße?
PRO BAHN befürchtet "Aus" für die Straßenbahnbeschleunigung. Verwaltungsentwurf "light" nicht förderfähig. Taktausdünnungen
wären die Folge.
Die geplante Straßenbahnbeschleunigung auf der Steeler Straße ist seit mehreren Jahren ein Dauerthema. Straßenbahnen verlieren wegen dem
Dauerstau viele wertvolle Minuten, Mehrkosten in Millionenhöhe sind die Folge. Die zunächst geplante Beschleunigung wurde von der CDU nach der
gewonnenen Kommunalwahl erstmal auf Eis gelegt. Der neue von der Verwaltung erarbeitete Entwurf sieht nur eine Beschleunigung "light" vor. Einige
Haltestellen würden ohne Bahnsteig bleiben; auf eigene Trasse für die Tram würde weitesgehend verzichtet.
Der Fahrgastverband PRO BAHN lehnt dies ab, weil dadurch kein Fahrzeitgewinn für die Bahn zu erreichen wäre. Beschleunigungsmaßnahmen
werden vom Land nur gefördert, wenn eine Fahrzeitverkürzung oder eine eigene Trasse für den ÖPNV erreicht werden. Dieses ist jedoch
beides nicht der Fall, so dass auf die 90 %-Förderung vom Land verzichtet werden müsste. Bei einem Investitionsvolumen im zweistelligen
Millionenbereich sei damit klar, so der Vorsitzende Burkhard Dedy, "dass dann die gesamte Maßnahme gestorben ist, weil die Stadt dies nicht alleine finanzieren
kann."
Bei einer echten Beschleunigung hingegen würden nicht nur die Fördermittel bezahlt, sondern aufgrund der eingesparten Fahrzeit pro Stunde eine Bahn
eingespart und gliechzeitig mehr Fahrgäste befördert. Dadurch würden die EVAG und die Stadt Essen pro Jahr mehrere Millionen Mark einsparen.
Besteht die CDU auf die Mini-Version, gibt es keine Beschleunigung. Um die laufenden Kosten zu reduzieren, wäre stattdessen die EVAG gezwungen, ihr schmales
Angebot noch weiter zu reduzieren, so dass weitere Fahrgastrückgänge und höhere Verluste zu befürchten sind.
Dedy: "Gerade vor dem Hintergrund der enormen Steuerausfälle in diesem Jahr wäre es unverantwortlich, wenn die Stadt Essen mehrere Millionen Mark aus
ideologischen Gründen verschenken würde."
Thorsten Hensel

Pressemitteilung vom 16.11.2001
"PRO BAHN: Haltepunkt am Oberhof muss dringend ausgebaut werden"
Der Fahrgastverband PRO BAHN Ruhr fordert, den Haltepunkt Gladbeck Ost am Oberhof kurzfristig so auszubauen, dass ein vernünftiger Übergang von
den Bussen zu den Zügen der Deutschen Bahn möglich ist. Seit nunmehr drei Jahren fahren die Züge im Stundentakt und damit deutlich öfter
als vorher, doch fehlt es nach wie vor an kundenfreundlichen Bahnsteiganlagen. Schon für wenige Zehntausend Mark könnte im Bereich Oberhof kurzfristig
ein Holzprovisorium erstellt werden, dass den Fahrgästen kurze Wege ermögliche. Angesichts des baulichen Zustandes des derzeitigen Haltepunktes
wäre auch ein einfacher Holzbahnsteig schon eine Verbesserung. PRO BAHN-Vorsitzender Burkhard Dedy: "Nur mit einer Verlegung des Bahnsteigs können
die Fahrgastzahlen deutlich erhöht werden. Das sichert langfristig das Angebot auf der Emschertalbahn." Außerdem fordert der Fahrgastverband PRO BAHN
die störanfälligen und unkomfortablen neuen Triebwagen wieder von der Emschertalbahn abzuziehen. Insbesondere im Verkehr zur MovieWorld seien in diesen
viel zu kleinen Triebwagen schon bei nur zwei mitfahrenden Schulklassen praktisch alle Sitzplätze belegt.
Burkhard Dedy
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