
Pressemitteilungs-Archiv 2008Gemeinsame Pressemitteilung von PRO BAHN Ruhr und O.Tram (Bürger für die Straßenbahn in Oberhausen) vom 7.12.2008 Sparen beim STOAG-Angebot: so nicht!Keine Zerschlagung des Angebots im Abendverkehr!Die Initiative O.Tram und der Fahrgastverband PRO BAHN sehen die geplanten Maßnahmen bei der STOAG zum Fahrplanwechsel im Juni 2009 mit großer Sorge. Wie die beiden Organisationen gemeinsam erklärten, erkennen sie die Sparnotwendigkeiten und hätten der STOAG bereits zahlreiche Vorschläge unterbreitet, wie insbesondere bestehende Überangebote im Liniennetz abgebaut werden können. Der jetzt vorliegende Vorschlag, den Abendverkehr ab 21 Uhr generell auf NE-Bedienung im 60-Minuten-Takt umzustellen, könne allerdings nicht als Optimierung, sondern nur als Zerschlagung des Abendverkehrs bezeichnet werden. Zahlreiche Haltestellen würden dann gar nicht mehr nach 21 Uhr angefahren, und die große Mehrzahl der verbleibenden NE-Haltestellen nur noch einmal stündlich. Auf vielen Strecken sänke das Angebot von heute vier Fahrten pro Stunde auf eine, so z. B. auf der Weseler Straße, der Vestischen Straße, der Elpenbachstraße, der südlichen Bergstraße oder der südlichen Bebelstraße. Nur einzelne Haltestellen in den Stadtteilen würden halbst¨ndlich angefahren, wenn sie von zwei NE-Linien bedient werden. Durch die geplante Maßnahme würde Oberhausen, das bislang neben Dortmund die beste Abendbedienung aufweist, auf einen Schlag das mit Abstand schlechteste Abendangebot im Ruhrgebiet bieten und sich vom Vorzeigeunternehmen zum Negativvorbild wandeln. Betroffene wären neben Freizeitfahrgästen vor allem Berufstätige, die für Fahrten nach der Spätschicht oder zur Nachtschicht keine adäquaten Verbindungen mehr vorfänden. Nicht nur für die Kulturhauptstadt 2010, bei der viele Veranstaltungen in den Abendstunden stattfinden, sei ein solches Angebot ¨berhaupt nicht präsentabel, auch die Nutzung der STOAG durch Abendbummler, Kino- oder Kneipenbesucher werde drastisch einbrechen. Dann müsse mit einem deutlichen Abwandern von Stammkunden gerechnet werden, was dann auch deutliche Fahrgastrückgänge im Tagesverkehr und damit einhergehend Einnahmeverluste zur Folge habe, vom Imageverlust der STOAG ganz zu schweigen. Als Alternative schlagen die Initiativen in einem Offenen Brief an die Ratsmitglieder vor, weitere Netzoptimierungen auch im Tagesverkehr vorzusehen, die dann durch wegfallende Fahrzeugvorhaltungskosten sich stärker wirtschaftlich auswirkten als ein Kahlschlag im Abendverkehr. Offener Brief von O.Tram an die Ratsmitglieder der Stadt Oberhausen. |
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