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Essen 51: Pro Bahn wünscht besseren Nahverkehr
Essen 51: Pro Bahn wünscht besseren Nahverkehr

Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßt das Projekt der Thelen-Gruppe, im Krupp-Gürtel das neue Stadtquartier Essen 51 zu errichten. Pro Bahn lobt insbesondere das Ziel des Investors, den Grüne-Hauptstadt-Verkehrsmix von 4x25% zu erreichen. Der Pro Bahn-Regionalvositzende Dirk Grenz: „Wir freuen uns, dass eine ausgewogene Mobilität hier hohe Priorität hat.“

Mit Blick auf die konkreten Pläne ist Pro Bahn allerdings skeptisch, dass die Ziele erreicht werden können: Die angedachte Linie der Bahnhofstangente verbindet zwar das Viertel direkt mit dem Hauptbahnhof, aber nicht mit interessanten Zwischenzielen. Grenz: „Man erreicht weder die Supermärkte am Kronenberg, noch den Limbecker Platz oder die Universität – obwohl diese Orte nicht weit entfernt sind. Eine ausreichende alltagstaugliche Verbindung ist das nicht!“

Zudem soll die Strecke erst nach Fertigstellung der Bahnhofstangente ab 2025 realisiert werden. Pro Bahn-Pressesprecher Lothar Ebbers: „Wenn das Quartier schon seit Jahren bezogen ist und erst dann eine Straßenbahn gebaut wird, ist es zu spät – dann haben die Bewohner ihre Verkehrsmittel bereits gewählt, und ein Anteil von 25% für den Nahverkehr ist so nicht realistisch.“

Pro Bahn macht daher einen konkreten Vorschlag, um eine Straßenbahn-Verbindung besser und früher anbieten zu können: In einem ersten Schritt soll die bestehende Straßenbahnlinie von der Haus-Berge-Straße einen Schlenker durch das neue Quartier fahren. Ebbers: „Damit haben wir eine Anbindung, die nur hier vor Ort realisiert werden kann, ohne auf die Bahnhofstangente warten zu müssen.“ Über diese Strecke solle die vorhandene Linie zur Innenstadt fahren, also auch in die nördliche Innenstadt und zur Universität.

Zudem könne über diese Strecke die Ringlinie von der Helenenstraße aus ins Quartier verlängert werden: „Mit wenigen Minuten zusätzlicher Fahrzeit der Ringlinie erreichen wir ohne Umsteigen die Stadtteile Frohnhausen, Holsterhausen und Rüttenscheid, mit Haltestellen u.a. am Klinikum und im Justizviertel!“ Diese Ringlinie solle auch bis zum neuen IKEA-Standort verlängert werden, so Ebbers weiter: „Wir fordern, eine solche Trasse von wenigen hundert Metern im anstehenden Bebauungsplan vorzusehen. Damit wäre das Quartier hervorragend in Essen vernetzt.“

Pro Bahn betont dabei, dass die bisherigen Pläne nicht aufgegeben werden müssen. Wenn das Quartier und die Bahnhofstangente vorhanden seien, kann das Fahrgastverhalten beobachtet werden: „Auf der Basis können dann weitere Maßnahmen wie die ursprünglich geplante Linienführung über die Bahnhofstangente realisiert werden – oder auch andere Maßnahmen, falls die Fahrgäste das wünschen. Wir halten uns für die Zukunft also alle Möglichkeiten offen.“ Perspektivisch kann sich Pro Bahn weitere Verlängerungen der Linien vorstellen, zum Beispiel zum Stadion oder zum Gewerbepark M1.

Dirk Grenz abschließend: „Wir setzen uns für guten Nahverkehr im Sinne der Fahrgäste ein, insbesondere bei großen Projekten wie diesem. Die schnelle Realisierung unserer Vorschläge wäre zwar ein kleines Wunder. Aber schließlich sind die ganzen Planungen für Essen 51 schon ein Wunder, daher sind wir optimistisch!“

Eine Beschreibung und Pläne zum Vorschlag gibt es hier: http://www.probahn-ruhr.de/uploads/downloads/Positionspapier%20Tram%20Essen%2051%20v5.pdf

Lothar Ebbers

PRO BAHN Ruhr
- Pressesprecher -
Tel. 0208 - 6351916
Mobil 0176 - 78160592
Veröffentlicht am 09.04.2018 | 106 Klicks

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